Archiv für die Kategorie ‘Ausruestung’

Projekt -365 / Tag 35: Tarierjacket von Mares

Tauchjacket von Mares

Tauchjacket von Mares

Jetzt wird zum ersten Mal Tauch-Equipment entrümpelt.

Dieses Tarierjacket von Mares wird bei eBay eingestellt. Es handelt sich um ein Dragon AT. Gutes Teil, mir aber zu groß. Ich habe es vom Doc geerbt. Mittlerweile habe ich längst ein eigenes Jacket. Warum ich es jetzt erst schaffe, das Gerät zu verkaufen? Ich habe keine Ahnung.

Es ist ein hochwertiges Jacket. Ich hoffe, die möglichen Käufer sehen das auch so und machen mich glücklich. Kommende Tauchtrips müssen ja irgendwie finanziert werden. ;-)

Erfahrung mit Wreck Reel

Es ist schon ein paar Tage her, seitdem ich das letzte mal was über Tauchausrüstungen geschrieben habe. Nach einem etwas aufwendigeren Tauchgang vor ein paar Wochen habe ich aber das Bedürfnis etwas los zu werden: Nicht alles was sich Wreck Reel schimpft verdient auch den Namen. Bei dem einen oder anderen Teil könnte man sehr schnell selber zum Wrack werden, sollte man sich darauf verlassen!

Sog. Wreck Reel

Abgebildet ist ein Reel, welches beim ersten Tauchgang sich sofort verheddert hat (nachdem ich ca. 50cm abgewickelt hatte). Beim zweiten Versuch klappte das Abwickeln besser. Leider lies sich die Leine nicht mehr aufwickeln. Das Ganze geschah leider nicht in einer angenehmen Schwimmbadumgebung, sondern bei 34m Tiefe und 1,5m Sichtweite an einem Stahlwrack (Kompass hilft hier auch nicht mehr). Beide Tauchgänge konnten problemlos beendet werden, da wir noch ein zweites Reel dabei hatten und in beiden Fällen angebracht hatten. Beim abgebildeten Reel “rutscht” die Leine zwischen Rolle und Griff. Danach ist ein Auf- oder Abwickeln nicht mehr möglich. Eine Lösung des Problems unter Wasser und mit Handschuhen ist nicht möglich und bei einer Nullzeit von ca. 10min auch nicht empfehlenswert.

Ich habe in der Zwischenzeit ein anderes Reel gekauft. Das, welches wir als Backup dabei hatten:

BUDDY Pocket Reel

Das BUDDY Pocket Reel von AP Valves hat ein geschlossenes Gehäuse und bedingt durch die Bauart ist ein Verheddern der Leine nicht möglich. Die Kosten sind in etwa vergleichbar (ca. 40 Eur). Allerdings kommen evtl. Versandkosten hinzu. Ich habe meins bei AP Valves direkt in UK bestellt. Einen Händler in Deutschland habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Hintern abfrieren für Anfänger

3° plus Wassertemperatur reichen völlig für einen geschmeidigen Ostseetauchgang. Den Hintern habe ich mir erst anschließend abgefroren, als ich mich aus dem geliehenen Trocki gepellt habe.  Zu sehen gab es zwar nicht viel im Wasser in Scharbeutz, aber Buddy Uwe und ich haben uns tapfer 30 Minuten durch das eiskalte Nass tariert. Eine gute Gelegenheit für mich, mal einen Trockentauchanzug bei extremen Bedingungen zu probieren.

Heil wieder aufgetaucht! Melli nach dem winterlichen Tauchgang. Foto: Mone

Die größte Überwindung stellte das Abtauchen dar, wenn eisiges Wasser aufs Gesicht trifft. Aber schon nach zwei Minuten hatte ich mich an die Umgebung gewöhnt und konnte mich voll auf den Tauchgang konzentrieren. Die gute Sicht hat nicht viel gebracht – es gab einfach nichts zu sehen. Das Spannendste war eine leer Bierflasche, die wir sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg passiert haben (Navigiermeister Uwe!). Ich habe die Gelegenheit genutzt, mal die Trocki-Eigenschaften zu testen. Was mache ich, wenn die Luft in die Schuhe strömt? Wie komme ich von dem unfreiwilligen Kopfstand wieder in eine schöne Tarierlage? Das alles hat erstaunlich gut geklappt.

Vielen Dank an “Anziehhilfe” und moralische Stütze Klaus, Tauchpartner Uwe und an Kamerafrau Mone. Viele Grüße an die restlichen Mittaucher Frank, Kai (“Mr. Rolling Vereinsheim”) und Martin.

Poseidon BeSea W50 und W100 im Test

Es hat länger gedauert, aber hier nun ein kurzer Bericht nach dem Test der BeSea-Wings von Poseidon:

Ende September stellte Poseidon in Kiel uns zwei komplette BeSea Advanced Harness, inkl. Blase  für einen Test zur Verfügung. Eines mit der W50 und eines mit der größeren W100 Blase. Beide Jackets waren zusätzlich mit Taschen für integriertes Blei und Schrittgurten ausgestattet und konnten somit unter realen Bedingungen getestet werden.

Modularer Aufbau

Die zur Verfügung gestellten Systeme stellten sich aus mehreren Komponenten zusammen, die i.d.R. bei Poseidon einzeln verfügbar und verschiedentlich kombiniert werden können.

Da ist zum einem das BeSea Harness Advanced, das sog. Moduljacket. Speziell für das tragen schwerer Lasten entwickelt, bietet es ein außergewöhnlich hohes Tragekomfort und ist über das 40cc-System mit diversen Komponenten, Taschen und D-Ringen flexibel erweiterbar. Zudem ist die Länge der Rückenpartie individuell dem jeweiligen Bedürfnissen anpassbar. Das Material macht einen sehr robusten Eindruck und wurde sehr hochwertig verarbeitet. Die Backplate ist standardmäßig aus Kunststoff und verfügt über zwei Bänder für die Montage von Einzelflaschen, sowie entsprechende Bohrungen für die Montage von Doppelsystemen. Alternativ kann auch ein Quick-Snap-System montiert werden.

Die zweite wichtige Komponente ist natürlich die Blase. Uns lagen zwei der drei verfügbaren Varianten vor. Die W100-Blase ist mit Notablassventilen (rechts und links, jeweils unten) und einem Inflator aus rosfreiem Stahl ausgestattet. Anders als bei der W50-Blase, verfügt der Inflator über keinem Notablass (vermutlich um DIR-Konform zu sein). Die dritte Blase ist die D100 die sich dadurch unterscheidet, dass sie über zwei unabhängige Blasen verfügt.

Die W100-Blase hat einen maximalen Auftrieb im Wasser von 32Kg und eine Hebefähigkeit von 353Nm laut Hersteller.

Als Zubehör hatten wir je zwei Bleitaschen an den Bauchgurten. Diese verfügen über ein Notabwurfmechanismus und lassen sich Dank des 40cc-Systems frei am Gurt positionieren. Die Taschen fassen jeweils maximal 6 Kg, wobei ich nicht mehr als 5 Kg unterbringen konnte.

Viel Licht wenig Schatten

Sowohl das W50- als auch das W100-System bieten eine hervorragende Schwimmlage und einen unglaublich hohen Tragekomfort. Unter Wasser hatte ich öfters das Gefühl komplett ohne Jacket zu tauchen.  Die hohe Verarbeitungsqualität muss nicht weiter kommentiert werden und die Erweiterungs- und Anpassungsmöglichkeiten erlauben eine sehr individuelle Konfiguration.

Weniger gut gefiel, dass die Standardrückenplatte aus Kunststoff ist. Poseidon bewirbt diese zwar als äußerst robust, bei eBay habe ich aber schon Angebote gesehen, bei denen die Rückenplatte gebrochen war. Eine Stahlrückenplatte ist verfügbar und sollte in Erwägung gezogen werden.

Eine andere weniger schöne Sache ist der Schwimmwiderstand bei Strömung. Sicherlich lässt es sich nicht vermeiden, dass ein Wing mit einem so hohen Auftrieb auch einen gewissen Widerstand hervorruft. Die Blase ist zwar mit einem sog. ClamRetract ausgestattet, der die Blase so kompakt wie möglich halten soll. Dennoch spürt man den Widerstand gerade bei Strömungen sehr deutlich.

Vielen Dank an Poseidon in Kiel und an die Tauchbasis bei Hemmoor für die freundliche Unterstützung.

Links:

Artikelseite bei Poseidon

Mares Volo Power

Letztes Wochenende hatte ich Gelegenheit meine neuen Geräteflossen in der Ostsee zu testen und das Ergebnis ist durchwachsen…

Die Flosse an sich ist sehr gut verarbeitet und befindet sich preislich mit rund 100 Eur im mittleren oberen Segment. Die Form der Flosse soll einen starken Antrieb bei gleichzeitig geringeren Kraftaufwand ermöglichen (bei Mares heisst das “OPB” und “Channel Thrust System”). Das Ergebnis soll ein erhöhter Tragekomfort sein, den ich allerdings (noch) nicht bestätigen kann.

(C) Mares

(C) Mares

Bei zwei von vier Tauchgängen hatte ich mit Wadenkrämpfen zu kämpfen, die ich allerdings nicht auf die Flossenform zurück führe, sondern auf den meiner Ansicht nach vollkommen misslungenen Sicherungsmechanismus. Die Idee ist, dass der Taucher das Fersenband nur einmal einstellen muss und danach nur noch die Schnellverschlüsse verwendet. Diese sind allerdings so angebracht, dass ich meine liebe Not hatte die Verschlüsse zu schließen und das Band einzustellen. Das Ergebnis war eine schlecht sitzende Flosse die zu Wadenkrämpfe geführt hat.

Das Ausziehen der Flosse ist wiederum eine andere Geschichte. Bei meinen ersten beiden Tauchgängen konnte ich den Verschluss wegen meiner Handschuhe nicht alleine öffnen und musste meinen Tauchlehrer bitten, dies für mich zu tun. Er hat dann gute 5 min. (!) gebraucht um dies zu erledigen.

Bei den nachfolgenden Tauchgängen klappte es zwar etwas besser, aber bei weitem nicht so wie ich es erwarte. In der Halle verwende ich die kleine Schwester von der Mares Volo Power, die Mares Volo Race. Diese ist genauso geschnitten wie die “Power” nur eben mit ganzem Schuh. Probleme mit Krämpfen sind dort bislang nicht aufgetreten, obwohl die Flossen den gleichen Schnitt haben.

Ich werde meinen Händler kontaktieren und schauen ob ich mir mal SpringStraps für einen Test ausleihen kann. Dann weiss ich mehr…

Update (24.05.2009): Habe SpringStraps gekauft, montiert und bei vier Tauchgängen ausprobiert. Ich bin begeistert! Nicht nur, dass ich keine Krämpfe mehr habe; die Flossen sitzen jetzt viel entspannter an den Füßen, der Anpressdruck ist ausreichend, –aber nicht zu hoch (bei den anderen hatte ich immer das Gefühl, die Flossen rutschen raus und ich muss sie besonders stramm ziehen)– und das An- und Ausziehen ist die reine Freude: Fuß rein, mit dem Zeigefinger die Feder über die Ferse gezogen und fertig.