Gepostet am 28/01/2012 ¬ 22:00h.meboe

Wie man sich stilvoll Luft zuwedelt: mit einem Comic-Fächer
Japaner sollen ja ein schräges Völkchen sein. (Das sagen die Japaner mit Sicherheit auch über Europäer – nicht zu Unrecht.) In Japan gibt es Godzilla, Mangas, Büroschlafkabinen, Tamagotchis, höchst abgedrehte Mode und selbsterwärmende Sake-Dosen. Habe ich gehört.
Etwas anderes Schräges aus Japan ist dieses Dingsbums. Es handelt sich um einen Wedel, mit dem man sich im Sommer Luft zufächelt. Als Fliegenklatsche übrigens nicht geeigntet. Hübsches Comic-Design, oder? Das Teil ist total nutzlos. Im Büro, Zuhause, im Auto hat man meistens die Möglichkeit, Ventilatoren anzumachen, Klimaanlage anzustellen oder ein Fenster aufzumachen. Der einzige Ort, an dem man sich manchmal so einen Luftwedel wünscht, ist die U-Bahn: im Sommer einfach stickig heiß und im Winter überheizt. Leider vergisst man meistens, den Wedel einzupacken, in kleine Taschen passt er sowieso nicht. In Dokus über Japan sieht man übrigens wirklich sehr oft Menschen, die Fächer benutzen. In Europa schwitzen wir lieber vor uns in.
Da ich den Fächer aber noch nie wirklich benutzt habe, landet er heute im Müll, so niedlich er auch ist.
Gepostet am 28/01/2012 ¬ 21:00h.meboe

Braunes Kleid, in dem sich die Trägerin wohlfühlt, der Betrachter nicht so.
Das hier ist ein schwieriger Fall. Dieses dunkelbraune Jerseykleid habe ich mal in der Dick-und-Doof-Abteilung von H&M gekauft. Darf man ruhig sagen, ist nämlich ewig her. Ich habe es total geliebt und liebe es immer noch. Das Kleid würde ich nie auf der Straße tragen. Es ist eher eine Art Jogginghose, nur als Kleid. Ein Kleidungsstück, das so bequem ist, dass man es auf dem Sofa trägt, wenn man stundenlang mit einer Tüte Chips in die Glotze schaut oder ein gutes Buch bei einem Glas Rioja trinkt. Je nachdem wie die Entertainment-Vorlieben so sind. Ja, auch Intellektuelle, die keinen Fernseher besitzen und Rioja und Tolstoi bevorzugen, besitzen eine Jogginghose. Ich bin mir da ganz sicher.
Dieses Kleid landet heute im Altkleidersack. Damit erfülle ich einen Herzenswunsch vom Dottore. Mein Liebster findet diesen matschbraunen Fetzen nämlich – sagen wir mal – widerstehlich. Wenn ich das Kleid trage, tränen ihm die Augen und das kann ich einfach nicht mehr verantworten. Also trenne ich mich schweren Herzens von meiner “Jogginghose”.
Gepostet am 28/01/2012 ¬ 20:44h.meboe

Flauschige Kuschelsocken
Au weia. Ich habe zwei Tage lang geschludert. Ich habe natürlich was ausgemistet, aber an dieser Stelle nicht darüber berichtet. Ich dachte, den Blog liest sowieso nur meine Muddi (“Sag nicht immer Muddi zu mir!”), aber von wegen. Da haben sich nun auch schon die Göttinger beschwert. Hier also der Nachtrag für Donnerstag.
Ich habe das flauschige Knäuel auf dem Foto entsorgt. Das war ein Paar Kuschelsocken. Eigentlich habe ich die gern getragen, aber sie waren 100 Prozent aus Kunstfaser. Und nun dürft ihr mal raten, wie sich die Füße anfühlen, wenn man die Socken ne Weile trägt. Kuschelig ist anders. Ab in den Müll.
Und an dieser Stelle mal einen fluffigen Gruß an meine Mitstreiter Silke und Lutz, die ebenfalls dieses Jahr nutzen und fleißig bei sich zu Hause ausmisten.
Gepostet am 25/01/2012 ¬ 22:46h.meboe

Die Vergangenheit holt mich ein in Form von Holzohrringen
Wenn man anfängt auszumisten, tauchen viele Dinge auf, für die man sich ein bisschen schämt. Besonders die kleinen Dinge sind oft die peinlichsten. Eben weil sie so klein sind, schlummern sie jahrelang in einer Schublade und überdauern sämtliche Moden.
Diese roten Holzohrringe(!) sind ca. 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ich weiß sogar noch genau, wo ich sie gekauft habe. Auf einem “Umsonst-und-Draußen-Festival” an der Weser. O.k., es war 1992. Dort gab es viel alternative Musik von Bands, die alle in der Versenkung verschwunden sind, Bio-Fressbuden, Stände mit Batik-Schals und natürlich Holzohrringen! Eigentlich fand ich damals Grunge besser, aber in ostwestfälischen Kleinstädten nimmt man jede kulturelle Veranstaltung mit, die einem geboten wird, und wenn es ein Festival voller Ökos ist (hohe Birkenstock-Quote, soweit ich mich erinnere). Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Schmuckstückchen wandern in den Müll.
Gepostet am 24/01/2012 ¬ 22:03h.meboe

Glücksarmband?
Ohne große Worte. Dieses vermeintliche Glücksarmband fliegt in den Müll. Es hat mir kein Glück gebracht. Vielleicht hätte ich es öfter tragen sollen.
Anders formuliert: Ich brauche kein Armband, um Glück zu haben oder glücklich zu sein. Also weg damit.